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Zukunftsbau GmbH - Aktuelle Projekte / Beratungsstellen und Entwicklungsprojekte
 
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STARTKLAR konkret
STARTKLAR konkret
Das Angebot
Das Projekt bietet jugendlichen Inhaftierten und Haftentlassenen der Justizvollzugsanstalt für Frauen in Berlin ein niedrigschwelliges Beratungs- und Bildungsangebot zur beruflichen Orientierung und sozialen Reintegration.
 
Die Beratung
Die Beratung beginnt während der Haft und wird über die Haftentlassung hinaus weiter angeboten. In Abhängigkeit der individuellen Haftbedingungen findet sie überwiegend innerhalb der verschiedenen Haftanstalten des Berliner Frauenvollzugs statt. Die jungen Frauen mit gelockerten Vollzugsbedingungen bzw. Freigängerinnen und Haftentlassene nehmen die Beratung am Projektstandort in der Schwedenstraße in Anspruch. Darüber hinaus steht das Angebot für junge Frauen, denen unter Umständen eine Haftstrafe bevorsteht, zur Verfügung.
 
Das Kursangebot
Neben der Einzelberatung werden innerhalb der Justizvollzugsanstalt für Frauen regelmäßig Kurse zur Kompetenzermittlung, Berufsorientierung und Bewerbungstraining angeboten. Hier werden die jungen Frauen angeleitet, ihre individuelle Fähigkeiten und Kompetenzen zu reflektieren und zu dokumentieren. Sie lernen dabei, sich mit ihrem eigenen Handeln und den dazu genutzten Fähigkeiten und Fertigkeiten auseinanderzusetzen. Im Zuge dessen lernen sie dabei, sich ihrer persönlichen Stärken bewusst zu werden. Dies bildet die Grundlage der künftigen Berufswahlentscheidung. Im Kurs erwerben die jungen Frauen außerdem Kenntnisse über die wichtigsten Phasen der Berufswegeplanung sowie über Möglichkeiten zur Nutzung der ihnen zu Verfügung stehenden Informations- und Beratungsangebote. Sie erstellen darüber hinaus unter Anleitung eigene, aussagekräftige Bewerbungsunterlagen.
 
Die Ausgangslage
Junge inhaftierte Frauen sind gegenüber jugendlichen männlichen Inhaftierten innerhalb des Berliner Jugendvollzugs nur marginal vertreten. Sie entsprechen einem Anteil von ca. 5%.
Die Unterbringung erfolgt jeweils in drei unterschiedlichen Haftanstalten.
Ausgehend von der vergleichsweise relativ kleinen Zielgruppe, an die sich das Projekt wendet, sind die vorgehaltene Bildungs-, Ausbildungs- und Qualifizierungsangebote für junge Frauen an den einzelnen Standorten geringfügig. Ein bedeutender inhaltlicher Schwerpunkt von STARTKLAR konkret besteht darum in der gemeinsamen Erarbeitung einer geeigneten schulischen bzw. beruflichen Perspektive. Ausgehend von den individuellen beruflichen Wünschen, schulischen Voraussetzungen und sozialen Kompetenzen der Projektteilnehmerinnen werden gendersensibel passgenaue Angebote zur schulischen und beruflichen Bildung erarbeitet, aktuelle Angebote recherchiert und die Finanzierung durch entsprechende Leistungsträger sicher gestellt.
 
Ein umfassendes Casemanagement hilft den jungen Frauen, sich strukturiert auf die Haftentlassung vorzubereiten und optimale Ausgangsbedingungen für eine soziale Reintegration zu schaffen. Die Beratung umfasst insbesondere die Themen:
  • schulische und berufliche Bildung
  • Wohnen nach der Haft
  • Sicherung der finanziellen Lebensgrundlage
  • psychosoziale Beratung, Therapie
  • Kinder/ Familie
  • Schulden
  • Migration/ Integration
  • Freizeit
Die Kooperation
Die vernetzte, transparente Kooperation aller am Übergangsmanagement beteiligten Akteurinnen und Akteure ist dabei ein wesentlicher Handlungsgrundsatz. Das Ziel ist es hierbei, die angebotenen Hilfen aufeinander abzustimmen, institutionelle Ressourcen zu nutzen und soziale Dienstleistungen zu koordinieren. Die STARTKLAR konkret - Beraterinnen stehen in diesem Sinne im engen fachlichen Austausch mit:
  • Sozialdienst der JVA für Frauen
  • Soziale Dienste der Justiz
  • Agentur für Arbeit
  • Jobcenter
  • Jugendämter
  • Sozialämter
  • Fachdienste
  • Bildungsträger
  • Oberstufenzentren
  • Beratungseinrichtungen
  • Kleine und mittelständische Betriebe
  • Niedergelassene Ärzte, Therapeuten; Hebammen, Rechtsanwälte
Bei Bedarf werden die jungen Frauen den entsprechenden Institutionen und Einrichtungen begeleitet.
 
Das Projekt STARTKLAR konkret ist Teil des Netzwerkes Integrations- und Übergangsmanagement im Berliner Strafvollzug (www.passage-berlin.eu).
 
Kontakt:
STARTKLAR konkret / Übergangsmanagement und Berufswegeplanung für junge straffällige Frauen bis 27 Jahren
Oudenarder Straße 32
13347 Berlin
 
Frau Diana Fischer
Tel.:      030 2700 407  13
Email:  dfischer@zukunftsbau.de

Frau Barbara Kuhn
Tel.:      030 2700 407 12
Email:  bkuhn@zukunftsbau.de

STARTKLAR konkret ist ein Projekt der Zukunftsbau GmbH und wird gefördert aus Mitteln der Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung.

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